Es wird genäht! Und gegrillt.

Es ist Mai. Da muss ich ohnehin schon schwer an mich halten, nicht meine komplette Zeit vor einem fauchenden Grill am Landwehrkanal zu verbringen. Großes Glück also, dass ich seit diesem Jahr die Firma Feuermeister zu meinen Kunden zählen kann – ein Hersteller für edles Grillzubehör. Endlich beruflich im BBQ-Segment angekommen. Eigentlich sollte ich direkt in Rente gehen, besser wird es wahrscheinlich nicht.

Lichtspiele und Handarbeit

Was ist zu tun? Filme werden gewünscht, über die Herstellung der ziemlich geil aussehenden Grillschürzen und -handschuhe des traditionsreichen Unternehmens. Für Social Media-Kanäle, für die Website, für die Feuermeister-Stände auf BBQ-Messen. Nichts lieber als das!

Für diesen Job war ich als DoP im Rahmen eines kleinen Teams in der Nähe von Köln unterwegs. Die Manufaktur vor Ort war ohnehin schon ziemlich ansehnlich – mit einigen kleinen Scheinwerferspielereien hier und da konnte das Setting in fantastische Bilder umgesetzt werden. Erste Ergebnisse sind bereits auf der Homepage des Unternehmens zu finden, mehr wird kommen. Um die Zeit bis zum nächsten Film zu vertreiben werfe ich derweil schon mal den Grill an.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Feuermeister

Sommerloch? Von wegen.

Was haben das Bundespresseamt, der britische Dirigent Justin Doyle und diese große Welle da oben gemeinsam? Richtig: Eigentlich nichts. Aber dann eben doch etwas: Nämlich mich. Auf die ein oder andere Weise – als Auftraggeber, als Protagonist, als Motiv – sind alle mit den spannenden Projekten verbandelt, die mein vergangenes halbes Jahr mit Arbeit befeuert haben.

Viel war los. Die Filmerei hat mich von der Atlantikküste Portugals (siehe Titelbild dieses Beitrags, Film folgt noch…) über Südspanien bis nach München getragen. Und darüber hinaus: Es gab Jobs im derben Hamburg, im hochdeutschen Hannover, tief im Sauerland – und natürlich in Berlin. Hier ist es ja auch ganz nett. Klingt alles schwer abwechslungsreich? Wer sich jetzt denkt „Verdammt, und ich sitze hier den ganzen Tag im Büro!“, den kann ich beruhigen. Für Sightseeing bleibt wenig Zeit, und bei einem viertägigen Job als Cutter in Barcelona habe ich von der schönen Stadt relativ wenig – schließlich glotze ich vier Tage lang ausschließlich ins Schnittnotebook. Manchmal schleiche ich mich aber heimlich ans Fenster, um ein Foto zu machen. Höchst rebellisch.

Von allem was dabei

Ich werde mich jedenfalls nicht beschweren: Die Vielfalt ist fantastisch und die Arbeit macht enormen Spaß. Vom Imagefilm für große Unternehmen bis zum Kurzfilm um der Kunst willen, vom inhaltlich wertvollen Feature bis hin zum emotionsgeladenen, technowummernden Teaser – alles war diesen Sommer dabei. Stichwort. Gibt’s was Neues zu sehen? Aber ja! Zwar ist wie immer nicht alles im Internet zu finden, manches ist auch noch überhaupt nicht fertig. Aber manches. Zum Beispiel der neue Saison-Trailer vom renommierten RIAS Kammerchor, den ich als Hans Dampf in allen Gassen betreut habe:

Weitere Filme, bei denen ich die Finger im Spiel hatte, finden sich auf der Homepage des Bundespresseamts: Ein Film über die kleine Stadt Altena in Nordrhein-Westfalen, die dieses Jahr mit dem Integrationspreis ausgezeichnet wurde. Für dieses Stück war ich als Redakteur unterwegs und habe mit syrischen Flüchtlingen, dem örtlichen Bürgermeister und ehrenamtlichen Helfern gesprochen. Eine runde Sache. Auch Arbeiten, die ich als Kameramann betreut habe, finden sich in der BPA-Mediathek: Eine griechisch-deutsche Familie und ein fantastischer Großvater und sein Enkel berichten, warum es sich lohnt, für ein starkes Europa zu kämpfen.

Na dann: Ab in den Herbst!

Kurzfilm in der Mache: ‚Allein‘

Fantastische Neuigkeiten: Zusammen mit einem guten Freund und Kollegen, Tim, produziere ich derzeit einen Kurzfilm. Inhaltlich kann ich nicht allzu viel verraten, das hier gezeigte Titelbild ist jedoch ein Filmausschnitt und spricht eine deutliche Sprache. Das Material, das wir Anfang des Jahres dazu in Thüringen gedreht haben, sieht schon mal fantastisch aus. Der Schnitt ist zur Hälfte erledigt, derzeit plane ich einen letzten Dreh hier in London, dann ist das ganze Material im Kasten. Trommelwirbel, Vorfreude!

Startschuss für den Blog! Pachty!

Genau hier, an dieser Stelle und nördlich davon, gibt es fortan Beiträge, News und Bilder rund um den harten, steinigen Weg des Freelancerdaseins.

Aber seien wir ehrlich, so schlimm ist dieser Job nicht. Ich kann selbst festlegen wann ich Urlaub habe. Was will man mehr?

PS: Ja, Lichtgefluester. Nicht Lichtgeflüster. Umlaute können meine Freunde im Ausland nicht tippen. Außerdem sieht es ohne ‚ü‘ viel cooler aus.